Bremen Classic Motorshow 2011 startet mit dem Thema Deutschland
Bremen setzt auf Individualität Deutsche Automobile mit Sonderkarosserien
Darum geht es bei der neuen Sonderschau der Bremen Classic Motorshow 2011, die vom 4. bis 6. Februar 2011 in den Hallen der Messe Bremen die Oldtimersaison eröffnet. „Wir zeigen Klassiker abseits der Serienfertigung. Deutsche Traditionsmarken, die in kleiner Stückzahl mit Aufbauten von bedeutenden Karosseriebaunternehmen wie zum Beispiel Erdmann & Rossi oder Rometsch aus Berlin, Gläser aus Dresden, Autenrieth aus Darmstadt, Hebmüller aus Wuppertal oder Karmann aus Osnabrück veredelt wurden. Ein historisch wichtiger Aspekt deutscher Automobilgeschichte, den wir mit Fahrzeugen in Szene setzen, die für viele wahre Traumautos waren“, sagt Frank Ruge, Projektleiter der Bremen Classic Motorshow. So war der 2,5 Liter Adler Autobahn von 1938, das Titelmotiv der kommenden Messe, nicht nur technisch auf der Höhe seiner Zeit. Die spezielle Ambi-Budd-Karosserie für dieses Adler-Automobil war wegweisend. In einer Zeit, in der meist noch eckige Autos auf deutschen Straßen unterwegs waren, stellte die Berliner Firma Ambi- Budd mit dem besten Wissen über Aerodynamik ein Modell vor, das technisch und nach besten Wissen der Aerodynamik, für die schnellen Autobahnen geschaffen war. „Deutsche Motorräder mit Einbau-Motoren“ lautet der Titel der Sonderschau, die in der Bremen Arena die Herzen aller Motorrad-Fans höher schlagen lassen wird. Die deutsche Motorradgeschichte ist reich an Konfektionären, die Motoren von Sachs, J.A.P., ILO oder anderen Herstellern einbauten, um damit Motorräder in allen Hubraumklassen zu schaffen, die robust im Alltag und siegreich auf den Pisten waren. Marken wie Imperia, Hercules, UT oder Tornax konn presseinformation ten flexibler auf Wünsche des Marktes oder technischen Fortschritt im Fahrwerksbau eingehen als die ganz großen Hersteller. In Bremen wird erstmals die konstruktive und unternehmerische Leistung der deutschen Konfektionsmarken aus dem gesamten 20. Jahrhundert gewürdigt. Zur Bremen Classic Motorshow 2010 kamen 36.086 Besucher, die das Angebot der 550 Ausstellern aus elf Ländern nutzten. Auch im kommenden Jahr wird es um Handel mit hochwertigen Fahrzeugen gehen, um begehrte Ersatzteile, es wird einen Thementag geben, die private Fahrzeugbörse lockt mit besonderen Angeboten und es wird Preise geben: Der „Spirit of the Show“ wird unter den Autos, Motorrädern, Lkw und Traktoren verliehen und die originellsten Clubpräsentationen werden ausgezeichnet.
Motorräder für Feinschmecker
Bremen Classic Motorshow zeigt „Konfektionäre“ Ardie, Bayernland, Mars, Neander; Wimmer – die Geschichte des Motorradbaus in Deutschland hat viele Fassetten.
„Eigentlich denkt man an die großen Namen BMW, DKW, Horex, MZ, NSU und Zündapp. Dass aber oft gerade kleinere Hersteller den Fortschritt beförderten, und genau das bauten, was ihre Kunden wollten, merkt man umso mehr, je tiefer man in die Materie einsteigt“, sagt Martin Grundmeyer vom Veteranen Fahrzeug Verband (VFV), der für die exquisite Sammlung steht, die in der Motorradszene während der Bremen Classic Motorshow vom 4. bis 6. Februar 2011 von sich reden machen wird. Die Hersteller dieser individuellen Zweiräder waren in vielen Fällen so genannte Konfektionäre. Der Wortstamm „confectio“ stammt aus dem Lateinischen und bedeutete dort auch „Fertigstellung, Vollendung“. Im Sprachgebrauch der Motorradfahrer ist ein Konfektionär ein Hersteller, der zugelieferte Motoren von spezialisierten Motorenproduzenten in eigene Fahrgestelle montiert. Einer der bekanntesten Konfektionäre war die Marke Hercules. Nicht nur, dass Hercules im Motorradsport über viele Jahre eine große Rolle spielte, die Franken stellten auch in bestimmten Segmenten den Marktführer, so bei den 100ern und den 50er Mopeds und Kleinkrafträdern. Andere Konfektionäre wiederum erfüllten Wünsche, bei denen die Großserienhersteller passen mussten. Zum Beispiel Friedel Münch, der um einen NSU- Wagenmotor das deutsche Superbike der Neuzeit schuf. „Auch vor dem Krieg fand der anspruchsvolle Enthusiast im Kreis der Konfektionäre Gehör und bekam mit Maschinen wie der weißen Mars, der 1000er Tornax oder Bayernland große Wünsche erfüllt“, erläutert Grundmeyer. presseinformation Aber auch in den kleinen Klassen zeigten Konfektionäre Profil und brachten Fortschritt an den Kunden: So die Kölner Allright aus der Kaiserzeit mit ihrer sauber federnden Truffault – Vordergabel. In den 20er Jahren setzten die hochwertigen Standard-Motorräder von Wilhelm Gutbrod Maßstäbe. Ardie gab mit der „Silberpfeil“ und ihrem Rahmen aus Duraluminium Fingerzeige für die Zukunft. Am Vorabend des Zweiten Weltkriegs zeigte die kleine Phänomen Ahoi mit ihrer Allradfederung, dass selbst die legendäre RT 125 des Branchenriesen DKW ihre Mankos hatte. Auch und gerade in der Frühzeit der Bundesrepublik erblühten die Konfektionäre erneut. Waren es vor 1940 mächtige Viertakter von JAP, Küchen, MAG oder Bark gewesen, die deutsche Konfektionsmaschinen antrieben, lieferten nun Sachs und Ilo robuste Zweitakter für den Alltag, die das Volk auf die Räder brachten. Und genau wie zuvor standen die Konfektionäre nicht nur für solide, bezahlbare Maschinen mit dem gewissen Etwas, sondern brachten auch den Fahrwerksfortschritt jener Jahre früher an die Kunden als die Marktriesen. Eine repräsentative Auswahl dieser Fahrzeuge wird während der Bremen Classic Motorshow die Herzen der Fans höher schlagen lassen.
Junge Klassiker zum Verkauf in Bremen
Sammlerfahrzeuge von morgen – heute noch bezahlbare Klassiker
„Es gibt sie noch: bezahlbare Klassiker, die aus erster Hand kommen, im originalen Zustand sind, eine lückenlose Historie aufweisen und oft sogar unter 50.000 km gefahren sind. Autos, von hoher Qualität, mit denen man sich mit Spaß und Stilbewusstsein im Alltag bewegt und gleichzeitig im Wert steigende Sammelobjekte, die man noch vergleichsweise günstig erwerben kann: „’Junge Klassiker’ der späten 60er Jahre bis frühen 90er Jahre“, sagt Frank Ruge, Projektleiter der Bremen Classic Motorshow, die vom 4. bis 6. Februar 2011 in Bremen die Oldtimer- Saison in Deutschland eröffnet. Zum ersten Mal werden „Junge Klassiker“ wie zum Beispiel Ford Capri, NSU Ro 80, Mercedes R 129, Porsche 928, BMW 635 CSi, Opel Commodore oder Audi Quattro und viele mehr, vorgeprüft zusammengetragen und im Rahmen der Bremen Classic Motorshow zum Verkauf angeboten. „In der Autosammlerszene ist der Ausdruck ‚Junge Klassiker’ noch nicht sehr gebräuchlich. Man denkt eher in engeren Kategorien und unterscheidet jüngere Fahrzeuge als Oldtimer, Youngtimer oder Gebrauchtwagen. Unser Ansatz, die alten Klassengrenzen aufzuheben und eine neue Generation klassischer Autos in großer Menge und hoher Qualität auf einer Messe zum Verkauf anzubieten ist neu. Die Idee ist richtungweisend für die gesamte Oldtimerszene“, sagt Ruge. Auch sonst wartet die Bremen Classic Motorshow wie gewohnt mit echten Stil-Ikonen und erlesenen Raritäten auf: Um deutsche Automobile mit Sonderkarosserien geht es bei der automobilen Sonderschau, Konfektionäre lautete das Motto im Bereich Motorrad.
Classic mal anders
Highlights der Bremen Classic Motorshow 2011
Ein Plexiglas-Schiebedach als Sonderausstattung? Fischsilberblaue Lackierung? Selbstverständlich. Flugzeuginstrumente im Cockpit, gerundete Kühlermaske, vollversenkbares Dach, Gepäckbrücke unter der Fahrertür, eine so geschwungene wie schwülstige Karosserie – kein Problem, wenn genug Kleingeld vorhanden ist. Aber das war nie ein Thema für Prominente wie Prinz Bernhard der Niederlande, Rudolf Caracciola, Bernd Rosemeyer, Ernst Udet, Emil Jannings, Ernst Heinkel, Werner von Siemens und der König des Irak. Die bestellten eben kein Auto von der Stange, sondern ließen sich ihre Wunschkarosserien maßschneidern. In diesem Fall allesamt bei dem wohl edelsten aller deutschen Karosseriebauer, dem Berliner Unternehmen Erdmann & Rossi. Allein in Deutschland gab es in der Hoch-Zeit der Individualisierung – den 20er und 30er Jahren – über 300 dieser Spezialisten. Grund genug für die Bremen Classic Motorshow, ihr diesjähriges Länderthema den deutschen Sonderkarosserien zu widmen. Rund ein Dutzend seltener und außergewöhnlich schöner Aufbauten sind vom 4. bis 6. Februar in den Hallen der Messe Bremen zu sehen. Selbstverständlich auch eine Arbeit von Erdmann & Rossi: ein Mercedes-Benz 540 Kompressor Cabriolet von 1938 aus dem berühmten Museum der Schlumpf-Brüder. Einer der ganz frühen Fans der 1898 von Willi Erdmann gegründeten Firma war übrigens Kaiser Wilhelm II. Der bestellte schon im ersten Jahrzehnt des vorigen Jahrhunderts seine Geschenke für ausländische Staatsgäste an der Spree. Ganz so alt ist die Historie der Ravensburger Schmiede Spohn nicht. Hermann Spohn gründete sein Unternehmen 1920 und wurde bald bekannt dafür, Maybach-Chassis einzukleiden. So schuf er 1937 auch das zweitürige Maybach Zeppelin DS 8 Sport Cabriolet. Das Einzelstück wurde von einer Hamburger Familie geordert und befand sich jahrzehntelang von der Öffentlichkeit ausgeschlossen in der Hansestadt, bevor es der französische Automobilfachmann André Lecoq in den 70er Jahren erwarb, restaurierte und es an einen deutschen Liebhaber verkaufte. Im Februar ist es in Bremen zu bewundern. Ebenfalls aus den dreißiger Jahren stammen die Exponate von Ambi-Budd, Gläser und Hebmüller. Ambi-Budd schuf mit dem Adler Autobahn 2,5 Liter Sport aus dem Jahr 1938 die aerodynamische Karosserie auf einem Adler-Fahrgestell, um Vielreisenden eine angenehme Fahrt zu ermöglichen mit geringerem Treibstoffverbrauch und weniger Windgeräuschen, als es die älteren Karosserien mit steil stehenden Kühlern und eckigen Formen vermochten. Adler selbst hatte bereits die Motoren standfest gemacht für die neue Art des Reisens. Mehr als 100 Stück (die Sportlimousine baute Buhne, die Cabrios Karmann) wurden allerdings nicht hergestellt. Die Dresdner Firma Gläser (1864 von Carl Heinrich Gläser als Hersteller von Kutschen und Pferdeschlitten gegründet) nahm sich 1937 Hanomag vor und baute das etwa 80 PS starke Hanomag Sturm Cabriolet. Es war der Versuch, der eher biederen Marke eine sportliche Note zu verschaffen, denn die technische Basis war besonders in Sachen Motoren, Fahrwerk und Bremsen Herstellern wie Mercedes und Audi gleichzusetzen. Hebmüller – hauptsächlich bekannt durch die ersten VW-Käfer-Cabriolets – karossierte 1934 auf besonderen Kundenwunsch einen Ford Rheinland und schuf mit der Pullmann-Limousine eine Langversion. Josef Hebmüller hatte den Stellmacher-Betrieb in Barmen 1889 von dem Vorgänger übernommen. Auch wenn die Blütezeit der Karossiers mit dem Zweiten Weltkrieg endete, versuchten sich auch danach diverse Firmen im individuellen Einkleiden von Fahrgestellen, obwohl nun viel mehr Hersteller Komplettautos anboten. Ein Beispiel ist der Goliath GP 700 Sport von Rometsch (gegründet 1924 von Friedrich Rometsch in Berlin-Halensee). Doch 1952 hatten die Autofahrer anderes im Kopf als nette Karosserien auf kleinem Chassis: Sie wollten günstige Mobilität. Da Wagen mit Sonderkarosserien erheblich mehr kosteten als das Basisauto, musste Rometsch die Hoffnung auf den Serienbau aufgeben. An den Preisen scheiterte auch der Osnabrücker Karosserie-Profi Karmann mit dem vom italienischen Karosseriespezialisten Fissore gezeichneten Edel-Cabrio Opel Diplomat im Jahr 1971. Die Kosten für so einen Umbau waren so hoch, weil sowohl die Karosserie extrem versteift als auch eine wasserdichte Dachkonstruktion ersonnen werden musste. Wohl nur eine Handvoll dieser Autos wurden gebaut – einer steht auf der Bremen Classic Motorshow. Wer sich übrigens für Sondermotorräder interessiert, ist auch in Bremen richtig: Zu sehen ist eine große Anzahl von „Konfektionären“ – deutsche Motorräder mit Einbaumotoren. Mit dem Projekt „Junge Klassiker“ wagt die Bremen Classic Motorshow den Versuch, das Schubladendenken in Sachen Oldtimer (älter als 30 Jahre), Youngtimer (älter als 20 Jahre) und Gebrauchtwagen aufzubrechen. „Wir stellen Autos aus den späten 60ern bis zu den frühen 90er Jahren aus, die nur durch sehr wenige Hände gegangen sind und extrem wenig Kilometer auf der Uhr haben,“ sagt Projektleiter Frank Ruge. Der Clou: Alle sind käuflich. „Es geht uns um Autos, die früher oft auf der Straße zu sehen waren, aber heute fast verschwunden sind,“ präzisiert Ruge, „und besonders die heute 30-bis 50jährigen Autofans können ihre Träume von damals jetzt erfüllen. Dabei ist das Image der Marken egal – das Haben-Wollen macht diese Fahrzeuge so reizvoll.“ Außerdem sind die hochwertigen, weil die nahezu neuen Sammlerfahrzeuge von morgen genauso zuverlässig auf der Straße sind wie bei der Wertsteigerung. Zum Verkauf stehen zum Beispiel ein VW Käfer von 1974, dessen Zähler ganze 228 Kilometer ausweist, ein Renault 4 (1988, 16 km), ein Opel Rekord C (1967, 7100 km), ein Mercedes W 126 (1982, 29000 km), ein Porsche Carrera RS Leightweight (1997, 1937 km), ein Mercedes 500 SL 6.0 AMG (1989, 22171 km), ein Audi 100 LS C1 (1976, 8000 km), ein Ford Escort RS 1600i (1982, 29700 km), eine Corvette C3 Bob-Larsen-Turbo (1974, 10225 km), ein BMW M 635 CSi (1989, 11500 km), einer der wenigen Audi Quattro Sport (1986, 36500 km), ein Lancia Stratos HF Stradale (1973, 3500 km) und ein Ferrari 308 GT4 Dino (1978, 58000 km). Wer lieber nur schauen will, entdeckt auch noch Ikonen der deutschen Rennsportmeisterschaft, so zum Beispiel den Ford Capri von Peter Mücke oder den Porsche 935 K3 von Kremer Racing. Die Messehallen sind geöffnet von 9 bis 18 Uhr. Die Tageskarte kostet 13 Euro. Mehr Infos auch unter www.classicmotorshow.de (6.420 Zeichen inkl. Leerzeichen) Die Bremen Classic Motorshow … • … Die Bremen Classic Motorshow bedeutet für die Oldtimerfans den Start in die Saison. 2011 findet die Messe mit rund 550 Ausstellern zum achten Mal statt. Im Jahr 2010 besuchten rund 36.000 Menschen die sieben Hallen der Messe Bremen. Das Sonderthema im kommenden Jahr: Deutsche Sonderkarosserien auf deutschen Automobilen und bei den Motorrädern in Halle 1 (Bremen Arena) „Konfektionäre“.
Bremen startet mit „made in Germany“
Neues Angebot für potenzielle Liebhaber: ausgesuchte Junge Klassiker „Made in Germany“ steht für Qualität, Zuverlässigkeit und Wertarbeit
Das gilt für viele Branchen, aber vor allem auch im Fahrzeugbau. Deutsche Fahrzeuge – und zwar solche, die man nur ganz selten sieht – stehen im Mittelpunkt der Sonderschau der diesjährigen Bremen Classic Motorshow, die vom 4. bis 6. Februar die Oldtimersaison einläutet. Deutsche Automobile mit Sonderkarosserien sowie über 30 Konfektionsmotorräder wie zum Beispiel eine Hercules W2000 („Staubsauger“), Göricke MII und Ardie Silberpfeil. „Wir zeigen Klassiker abseits der Serienfertigung. Deutsche Traditionsmarken, die in kleiner Stückzahl mit Aufbauten von bedeutenden Karosseriebau-Unternehmen wie Erdmann & Rossi, Spohn, Rometsch, Autenrieth, Gläser, Hebmüller oder Karmann veredelt wurden. Ein historisch wichtiger Aspekt deutscher Automobilgeschichte, den wir mit Fahrzeugen in Szene setzen, die für viele wahre Traumautos waren“, sagt Frank Ruge, Projektleiter der Bremen Classic Motorshow. Im Konzept der Bremer Oldtimermesse gibt es Neues zu vermelden, Frank Ruge erläutert: „Wir haben für unsere Besucher gesucht und gefunden: bezahlbare Klassiker der späten 60er bis frühen 90er Jahre, die aus erster Hand kommen, im originalen Zustand sind, eine lückenlose Historie aufweisen und oft sogar unter 50.000 km gefahren sind. Autos, von hoher Qualität, mit denen man sich mit Spaß und Stilbewusstsein im Alltag bewegt und gleichzeitig im Wert steigende Sammelobjekte, die man noch vergleichsweise günstig erwerben kann“ sagt Ruge. Zum ersten Mal werden „Junge Klassiker“ wie zum Beispiel Renault R4, VW Käfer, Ford Escort RS 1600i, BMW M 635 CSi, Corvette C3 Turbo, Ford Taunus, Opel Rekord C, Audi 100 LS C1, Mercedes W126 und viele mehr, vorgeprüft zusammengetragen und im Rahmen der Bremen Classic Motorshow zum Verkauf angeboten. Zur Bremen Classic Motorshow 2010 kamen 36.086 Besucher, die das Angebot der 550 Ausstellern aus elf Ländern nutzten. Auch im kommenden Jahr wird es um Handel mit hochwertigen Fahrzeugen gehen, um begehrte Ersatzteile, es wird einen Thementag geben, die private Fahrzeugbörse lockt mit besonderen Angeboten und es wird Preise geben: Der „Spirit of the Show“ wird unter den Autos, Motorrädern, Lkw und Traktoren verliehen und die originellsten Clubpräsentationen werden ausgezeichnet.
Sonderschau zeigt Seltenheiten aus Deutschland
Bremen Classic Motorshow startet mit Unikaten und Raritäten in die Saison
Ein besonderer Hingucker sorgte am Dienstag auf dem Bremer Domshof für Menschentrauben: Ein Maybach SW 42 -Auslieferungsdatum September 1939, Sechszylinder mit 145 km/h Höchstgeschwindigkeit. Die viertürige Limousine mit Faltschiebedach gab einen Vorgeschmack auf die neunte Bremen Classic Motorshow, die vom 4. bis 6. Februar in allen sieben Hallen der Messe Bremen an den Start geht. Um deutsche Automobile mit Sonderkarosserien geht es in der diesjährigen Sonderschau der Oldtimermesse und einer der Stars wird ebenfalls ein Maybach sein. Eine echte Seltenheit ist das zweitürige Maybach Zeppelin DS 8 Sport Cabriolet. Selbiges stammt aus der Ravensburger Schmiede Spohn. Das Einzelstück wurde 1937 von einer Hamburger Familie geordert und befand sich jahrzehntelang von der Öffentlichkeit ausgeschlossen in der Hansestadt, bevor es der französische Automobilfachmann André Lecoq in den 70er Jahren erwarb, restaurierte und es an einen deutschen Liebhaber verkaufte. Zuletzt war dieses Unikat vor sechs Jahren in Italien zu sehen. Des Weiteren in der Ausstellung: ein Adler Autobahn (Ambi Budd) von 1938, ein Mercedes-Benz 540 K konstruiert von Erdmann & Rossi im Jahr 1938, ein Goliath GP 700 und ein Volkswagen -beide verschönert durch den Karosseriebauer Rometsch. Ebenso auf der Sonderfläche: Ein Horch 930 V Spezial Roadster mit Gläser-Karosserie, der Ford Rheinland Pullmann mit Hebmüller- Aufbau (im Besitz von Klaus Hebmüller), ein Opel Diplomat Cabriolet von Karmann-Fissore, der Volkswagen 1500 Typ 3 als schickes Karmann-Cabriolet, des Weiteren ein Opel Commodore A GS Deutsch-Cabriolet von 1968 und aus dem Jahr 1955 ein 502 BMW Cabrio, angefertigt von Baur. Zur Bremen Classic Motorshow 2010 kamen 36.086 Besucher, die das Angebot der 550 Ausstellern aus elf Ländern nutzten. Auch in diesem Jahr geht es um Handel mit hochwertigen Fahrzeugen, um begehrte Ersatzteile, es wird einen Thementag geben, die private Fahrzeugbörse lockt mit besonderen Angeboten und es wird Preise geben: Der „Spirit of the Show“ wird unter den Autos, Motorrädern, Lkw und Traktoren verliehen und die originellsten Clubpräsentationen werden ausgezeichnet.
Bremen Classic Motorshow 2011: Themen
Nagelneu, noch mit der Folie auf den Sitzen, alles picobello – der R4, den Jens Schiwy aus Lilienthal in der Halle 5 der Bremen Classic Motorshow verkaufen will, ist ein Neuwagen – und trotzdem 24 Jahre alt und somit ein junger Klassiker. Jahrelang unbeachtet verbrachte er in der Scheune eines Tschechen. Wie es dazu kam und wie der Wagen nach Deutschland gelangte, erzählt Jens Schiwy. Das Auto steht in Halle 6 auf Stand E 38, Jens Schiwy ist in Halle 5 auf Stand D 16 anzutreffen. • Zuletzt war er in Italien zu sehen, jetzt ziert er die Sonderschau der Bremen Classic Motorshow: Eine echte Seltenheit ist das zweitürige Maybach Zeppelin DS 8 Sport Cabriolet. Es stammt aus der Ravensburger Schmiede Spohn. Das Einzelstück wurde 1937 von einer Hamburger Familie geordert und befand sich jahrzehntelang von der Öffentlichkeit ausgeschlossen in der Hansestadt, bevor es der französische Automobilfachmann André Lecoq in den 70er Jahren erwarb, restaurierte und es an einen deutschen Liebhaber verkaufte. Zu sehen auf der Sonderschaufläche in Halle 5. • Heiko Feindt aus Langwedel ist Präsident des Audi 100 Coupe S Club Deutschland ACCD e.V. und liebt sein Schätzchen. Trotzdem ist irgendwann der Zeitpunkt gekommen, sich zu trennen: Er verkauft einen seiner „tibet-orangenen“ Audi 100 LS C1 mit „flasch-grüner Velourausstattung“ aus dem Jahr 1976 – auf der Uhr hat das Liebhaberstück erst 8.015 Kilometer. „Zu schade zum Fahren“, sagt Heiko Feindt. Halle 6, Stand E 38. • Spannend dürfte es bei der Verleihung des Peter Cahill Awards zugehen, der die originellsten Clubpräsentationen prämiert: Ein regelrechtes Wettrennen gibt es inzwischen zwischen den Clubs – der Strich 8-Club hat bereits angekündigt, er wolle seinem Namen alle Ehre machen. Wie das Ganze aussieht, ist zu entdecken an Stand G 18, Halle 5. • Wenn Sarah Wiener zum kochen kommt, dann muss es schon einen besonderen Grund dafür geben: In Bremen hat sich der „Freundeskreis Automobil Bremen“ gegründet – gleich das erste gemeinsame Essen im vergangenen November wurde serviert von der Starköchin. Was es mit dem neuen Verein auf sich hat, welch illustre Namen sich dort wieder finden, berichtet Daniel Hornung an Stand E 38 in Halle 5. • Frischgebackene Europameister und ihre Fahrzeuge gibt es zu bewundern auf der Bremen Classic Motorshow und zwar den Delmenhorster Claus Ellermann, der gemeinsam mit seinen Teamkollegen für den MSC Gütersloh fährt und den Team- Pokal der FIA Historic Sporting Rally Championchip nach Hause gebracht hat. Auch vor Ort: Der Gewinner in der Einzelwertung, Wolfgang Pfeiffer mit seinem Porsche 911 S, Baujahr 1969. Halle 6, Stand C 20. • Restaurator, Polsterer, Sattler – der Oldtimerszene mangelt es an ambitionierten Nachwuchskräften. Abhilfe verschafft „yourmove“. Hier wird jungen Leuten nicht nur gezeigt wie es geht und wie viel Spaß Bohren, Sägen, Feilen und Schrauben machen kann, hier darf auch mit angepackt werden: „I pimp my Bobbycar“ heißt die diesjährige Aktion, in der Kinder, Jugendliche und ihre Eltern das erste eigene Fahrzeug aufmotzen dürfen. Halle 7, Stand D 01. • Ein Silverbird aus dem Jahr 1928 – das allein klingt schon klasse. Ein Silverbird aus dem Jahr 1928, der von Söhnen der japanischen Kaiserfamilie gesteuert wurde, der von Japan nach England verschifft wurde, dort mit neuem Chassis, verbesserter Renntechnik und vielen Extras mehr ins Rennen geschickt wurde, da wird die Geschichte schon schillernd. Mit Herzblut von zwei Stundenten nach dem Krieg restauriert und wieder auf die Piste geschickt, wo er viele Preise einheimste und zum Schluss sogar noch von Damon Hill und Michael Schumacher gescheucht wurde: Da ist die Geschichte doch rund. Zu sehen ist das gute Stück in Halle 6, Stand A 28. • Eigentlich dreht er sonst auf den klassischen Rennstrecken Europas, siegte in Le Mans und bei der Deutschen Rennsport Meisterschaft 1979: der K3, die dritte Version des Porsche 935 aus dem Kölner Hause Kremer – am schönsten im Jägermeister-Outfit von 1980. Wer schon mal ein bisschen träumen möchte: 750 PS, die von 60 bis 200 Stundenkilometern genau sechs Sekunden brauchen, rasante 330 Stundenkilometer auch ohne Kneipe in Sicht auf die Strasse bringen und das Schönste: Nur 13 davon wurden von 1979 bis 1980 überhaupt gebaut. Stand E28 Halle 6.
Besucherrekord bei Bremen Classic Motorshow 2011
Qualität der Messe auf internationalem Niveau
40.502 Besucher zählte die Bremen Classic Motorshow am vergangenen Wochenende (4.-6. Februar 2011) in den sieben Hallen der Messe Bremen. „Damit sind wir in der Champions League angekommen,“ wertet Hans Peter Schneider, Geschäftsführer der Messe Bremen, das hervorragende Ergebnis. „Das ist eine Steigerung von über zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr.“ 2010 zählten die Organisatoren rund 36.000 Besucher. Heiko Seekamp, Sammler historischer Fahrzeuge und Aussteller auf der Bremen Classic Motorshow, kann dem nur zustimmen: “Das war ein Riesenerfolg. Die Qualität der Messe hat sich dahin entwickelt, dass sie mit anderen internationalen Veranstaltungen durchaus mithält.“ Die zehnte Bremen Classic Motorshow findet vom 3. – 5. Februar 2012 statt.
Redaktion: Klaus Ewald mit Material von Wirtschaftsförderung Bremen GmbH Geschäftsbereich Messe Bremen
Photos von Jan Rathke, Andrè Thormann, Peter Kurze, Grundmeyer, Hadeler, Volkswagen AG und Halwart Schrader Archiv & Texte © by Messe Bremen
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